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Hauptbahnhof Promenaden LeipzigLeipzigs Hauptbahnhof: Mitteldeutsches Drehkreuz und Shopping-Eldorado erster Klasse. Seit Anbeginn (1902-1915) ist das Gebäude ein Bauwerk der Superlative. Licht und Luft durchfluten die beeindruckende Architektur und erzeugen im gesamten Bahnhof eine pulsierende Atmosphäre. Fakten zum Bau Dreizehn Jahre Bauzeit vergehen, ehe der größte Kopfbahnhof Europas in Betrieb gehen kann. Zunächst muss Platz geschafft werden. Fünf frühere Haltepunkte weichen dem großflächigen Komplex. Ferner wird das Flüßchen Parthe auf knapp einem Kilometer umgeleitet. Das zukünftige Bahnhofsensemble besteht aus einer stattlichen Querbahnsteigshalle mit zwei Zugängen, mehreren Wartesälen und Treppenaufgängen. Ost- und Westportal führen in jeweils getrennte Bahnhöfe. Davon steht einer unter preußischer Hoheit, der andere gehört Sachsen. Dementsprechend funktioniert der Zugverkehr. Auf Gleis 1-13 kommen preußische Züge an, von Gleis 14-26 fährt die sächsische Eisenbahn. Kein Wunder, dass die Kosten den Rahmen sprengen. Der Bau der 298 m langen, 27 m hohen und 33 m breiten Anlage verschlingt 60,75 Millionen Mark. Leipzigs Stadtväter entscheiden sich bewusst für dieses außergewöhnliche Projekt, denn schließlich ist es das Aushängschild der Messemetropole. Hier kommen Reisende aus aller Welt an, denen ein stilvoller Empfang gebührt. Vom häßlichen Entlein zum strahlenden Schwan Dem Hauptbahnhof ergeht es wie vielen anderen Häusern im Stadtzentrum: Er wird schwer zerstört. Als nach Kriegsende abermals Frühjahrs- und Herbstmesse stattfinden, beschließt die DDR-Spitze den Wiederaufbau. Von 1952 bis 1962 wird er für 40 Millionen Ost-Mark wieder hergerichtet. Doch der Zahn der Zeit nagt, am Bahnhof reflektiert sich die DDR. Wirklich willkommen fühlt sich keiner. Die politische Wende verschafft ihm eine fünfjährige Schönheitsoperation. Deren Konzept ist heftig umstritten, zumal anstelle zweier Gleise ein Parkhaus kommt und in die Untergeschosse der Querbahnbahnsteige Geschäfte einziehen. Auf drei Ebenen finden 140 Läden ihr Quartier. Der Bauherr, die Deutsche Bahn geizt nicht, setzt auf Finessen: Querbahnsteig mit Fußbodenheizung, Rolltreppen, gläserne Aufzüge, sandgestrahlte Wände in freundlichem Gelb und der Komplettaustausch der stählernen Hallenkonstruktion. Einkaufen und Kultur Zwischen 80.000 und 150.000 Menschen passieren täglich den Bahnhofskomplex. Dementsprechend gut besucht sind bunt gemischten Ladenstraßen. Damit bindet das Gebäude mit seinen Promenaden rund ein Fünftel der innerstädtischen Verkaufsflächen. Den Besucher erwartet ein lebhafter Mix aus Gastronomie, Mode und Unterhaltungselektronik: Große Bekleidungsketten als Nachbarn reisetypischer Geschäfte, Buchladen neben Sushi-Bar, Coffee-Shop Tür an Tür zur Blumen-Boutique. Schuhe, erzgebirgische Artikel, Drogeriemarkt, Fast Food und Schlüsseldienst – breiter kann das Angebot kaum sein. Was wäre ein Shopping-Center ohne Events? Ganzjährig sind die Promenaden im Hauptbahnhof Veranstaltungsort für Lesungen, Podiumsdiskussionen, aufwendige Ausstellungen oder Marketingaktionen. Mögen Sie einen Schlechtwetter-Tipp für Leipzig? Der Hauptbahnhof mit seiner Shoppingmeile ist mindestens eine Stippvisite wert.
Öffnungszeiten: Adresse: Willy-Brandt-Platz 7 Der Hauptbahnhof ist Zentralhaltestelle vieler Busse und Straßenbahnen. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der angegebenen Daten übernehmen wir keinerlei Gewähr. Letzte Aktualisierung: 2010-12-16 |
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